Gut leben mit Hochbegabung!

 

30. März 2020

Mit Bedürfnisorientierung gut durch die Krise

In der letzten Blogfolge „Meine Bedürfnisse“ vom 23. März 2020 habe ich geschrieben, wie sehr es Sinn macht, sich auf die eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren. Dazu habe ich die Bedürfnispyramide von Maslow vorgestellt.

In der heutigen Folge geht es darum, wie ich diese Einsichten nutzen kann für den gelingenden Umgang mit der Coronakrise.

Es ist hilfreich, wenn wir unsere Bedürfnisse kennen und diese unserer Umgebung mitteilen. Gerade in der aktuellen Situation werden viele von uns die Kinder die meiste Zeit zu Hause haben, weil Kindergarten und Schule geschlossen sind. Die Wahrscheinlichkeit ist auch groß, dass die erwachsenen Familienmitglieder tagsüber zu Hause sind, weil sie auf Kurzarbeit sind oder im Homeoffice arbeiten.

Kümmert Euch um Eure eigenen Bedürfnisse! Gerade wir als Mütter neigen dazu, unsere eigenen Bedürfnisse ganz hinten an zu stellen. Wenn wir aber unsere eigenen Bedürfnisse ständig zurückstellen, kann das zu unterdrückter Wut bei uns führen und das ist in der aktuell ohnehin schon besonderen Coronazeit dem Familienleben nicht besonders zuträglich.

Wenn wir aber unsere Bedürfnisse befriedigen, können wir anschließend ohne Gereiztheit oder Ärger für unsere Umgebung da sein: für unsere Familie, unseren Job oder andere Verpflichtungen.

Wie lässt sich das konkret umsetzen?

Ich möchte Euch ein Beispiel geben, wie ich einen kleinen Teil meiner Bedürfnisse momentan in modifizierter Weise befriedige: Generell gehe ich sehr gerne spazieren oder walken und befriedige dabei mein Bedürfnis nach Bewegung. Im Anschluss daran setze ich mich gerne in ein Café und trinke einen Cappuccino. Dies kommt meinen sozialen Bedürfnissen sehr nahe.

Aktuell sind aber bei uns die Cafés geschlossen. Also habe ich letzte Woche bei tollstem Sonnenschein, als das Selfie entstanden ist, meine Walkingstrecke absolviert und mir dann einen Coffee-to-go geholt und ihn auf einer Parkbank weiter entfernt genossen.

Soziale Kontakte über meine Familie hinaus habe ich dann telefonisch und online gepflegt (privat wie beruflich). Ein Stammtisch für hochbegabte Frauen fand zum Beispiel das erste Mal als Videokonferenz statt. Ich fand das auch ganz prima!  

Entspannte Zeiten in und mit unserer Familie zu verbringen, darum soll es in der nächsten Folge gehen. Als Stichwort zum Neugierigmachen sage ich „Tiefkühlpizzatag“.

Bleibt alle gesund und lasst es Euch gut gehen

Eure Kerstin

23. März 2020

Meine Bedürfnisse

In meiner Facebook-Gruppe „Hochbegabung bei Jugendlichen“ habe ich vorhin geschrieben, dass mir in den letzten Tagen bewusst geworden ist, wie fragil meine/unsere Welt ist und wie sehr es Sinn macht, sich auf die eigenen Bedürfnisse zu konzentrieren.

Und um dabei zu helfen, dass alle gut durch die Coronavirus-Zeit kommen, habe ich mich entschlossen, alle paar Tage mein Wissen und meine Erfahrung zum gelingenden Umgang mit Hochbegabung in dieser Krisenzeit zu teilen.

Den Anfang macht heute der Artikel "Meine Bedürfnisse". Dazu recycle ich einen Post, den ich während einer USA-Reise im Sommer 2016 geschrieben haben. Er veranschaulicht meiner Meinung nach ganz gut die Bedürfnispyramide von Maslow!

Maslowsche Bedürfnispyramide

In meinen Beratungen arbeite ich gerne mit der Bedürfnispyramide von Maslow:



Maslowsche Bedürfnispyramide

Zur Erläuterung greife ich auf meine persönlichen Erfahrungen während der besagten Bildungs- und Urlaubsreise im Südwesten der USA zurück: dort bin ich mir und meinen Bedürfnissen so nahe gekommen wie lange nicht davor.

Auf der untersten Ebene der Maslowschen Bedürfnispyramide sind die Physiologischen Bedürfnisse zu finden.

Auf meiner Reise habe ich bei kühlem Wetter auf den Twin Peaks in San Francisco gemerkt, wie wichtig für mich Wärme ist. Im Tal des Todes bei 48 Grad Celsius und heißem Wind hatte ich das Gefühl, gleich einen Hitzschlag zu bekommen. In der Nähe von Los Angeles fühlte ich mich bei Temperaturen um die 25 Grad Celsius pudel wohl!

Auf der zweiten Stufe folgen die Sicherheitsbedürfnisse. Nachdem ich zu Hause in der Zeitung gelesen hatte, dass zwei Wissenschaftler bei der momentanen Extremhitze in Arizona bei einer Wanderung um's Leben gekommen waren, war ich vor der Fahrt ins Death Valley bei den auch dort herrschenden Spitzenwerten und den aktuellen Warnungen extrem angespannt. Als ich wieder in der "Zivilisation" war, war ich extrem erleichtert!

Auf der folgenden Stufe finden sich die Sozialen Bedürfnisse: sobald ich in ein Café oder Restaurant mit kostenlosem WiFi kam, ging ich online, um Kontakte zu Freunden, Familie und Geschäftspartnern in Deutschland zu halten!

Auf der vierten Stufe sind die Bedürfnisse nach Leistung angesiedelt. Immer wieder kam bei mir der Wunsch durch, meine aktuellen Erlebnisse handhabbar und für meine Leser nutzbar zu machen. Der ursprüngliche Blogartikel war nur der erste Schritt!

Auf der obersten Stufe steht das Bedürfnis nach Selbstverwirklichung. Auf dieser Reise ist mir deutlich geworden, wie gerne ich an einer Eliteuniversität wie Stanford unterrichten möchte und wie wichtig es für mich ist, Jugendliche auf dem Weg zur Erreichung ihrer selbst gewählten Leistungsexzellenz zu unterstützen! Dazu habe ich mich bereits auf den Weg gemacht (z.B. mit meinem Angebot für Jugendliche).

Wie kann ich diese Einsichten nutzen für den gelingenden Umgang mit der Coronakrise?

Mehr dazu in der nächsten Folge in den nächsten Tagen!

Bleibt alle gesund und lasst es Euch gut gehen

Eure Kerstin

16. Februar 2020

Musikalische Hochbegabtenförderung in Deutschland

Gehören Eure Kids zu den musikalisch Hochbegabten? Es gibt Jungstudiengänge, die teilweise schon in sehr jungem Alter starten.

Aktuell habe ich in unserer Tageszeitung gelesen, dass der Frühstudiengang an der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover sein 20-jähriges Jubiläum feiert. Vor 5 Jahren habe ich im Frühstudiengang im Rahmen meiner Coachingausbildung hospitiert. Darüber habe ich einen Bericht geschrieben (Brausewetter 2015 a und b), der von einem Erfahrungsbericht eines Jungstudenten ergänzt wurde.

Mittlerweile gibt es an vielen deutschen Musikhochschulen ähnliche Angebote für Jungstudierende. Eine Übersicht über findet sich in HRK (2017).

Literatur

Brausewetter, K. (2015 a). Zu Besuch in der Hochschule für Musik, Theater und Medien Hannover. KulturNetz, 3, 8-9. Verfügbar unter https://nds-bremen.verdi.de/++file++562df719aa698e6604000056/download/KulturNetz%203_2015.pdf

Brausewetter, K. (2015 b). Frühförderung für junge Musiker: Zu Besuch in der Hochschule für Musik, Theater und Medien in Hannover. Labyrinth, 125, 12. Brausewetter, K. (2014). Drei Kongressberichte - Nachlese zum Kongress „Begabten- und Begabungsförderung“ in der Schweiz. Labyrinth, 122, 27.

HRK (Hrsg.) (2017). Musikalische Hochbegabtenförderung in Deutschland: Dokumentation der Tagung „Konzertiert fördern. Kontexte und Strukturen musikalischer Hochbegabungsförderung“. Abgerufen von https://www.hrk.de/fileadmin/redaktion/hrk/02-Dokumente/02-10-Publikationsdatenbank/Beitr-2017-01_Musikalische_Hochbegabtenfoerderung_in_Deutschland.pdf

21. August 2019

Juniorstudium / Frühstudium /Schülerstudium

Bundesweit bieten mehr als 60 Universitäten interessierten und begabten Schülern die Möglichkeit, neben der Schule zu studieren. Noch während der Schulzeit können die Schüler an regulären Vorlesungen teilnehmen und Prüfungen ablegen, die in einem späteren Studium angerechnet werden können.

• Eine Übersicht über teilnehmende Universitäten und Hochschulen findet sich bei Deutsche Telekom Stiftung (2011, 52ff) und bei Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz (o.J.).

• An der Universität Rostock (2019) können Schüler online studieren.

• Auch die FernUniversität in Hagen (2019) bietet ein Schülerstudium an.

Literatur

Deutsche Telekom Stiftung (Hrsg.) (2011). Frühstudium: Ein Vorhaben der Deutsche Telekom Stiftung zur Förderung von exzellentem MINT-Nachwuchs. Abgerufen von https://www.telekom-stiftung.de/sites/default/files/buch_fruehstudium.pdf

FernUniversität in Hagen (2019). Schülerstudium. Abgerufen von https://fernuni-hagen.de/studium/fernuni_fuer_alle/schuelerstudium.shtml

Stiftung zur Förderung der Hochschulrektorenkonferenz (o.J.). Schülerstudium: parallel zur Schule studieren. Abgerufen von https://www.hochschulkompass.de/studium/hilfe-bei-der-studienwahl/studieren-auf-probe/schuelerstudium.html

Universität Rostock (2019). Juniorstudium. Abgerufen von https://www.uni-rostock.de/studium/studienorientierung/juniorstudium/

26. März 2019

Jugendliche Underachiever

Viele von Euch kennen das Phänomen des Underachievements: die erwartungswidrigen Schulleistungen Eurer Kids, die weit unter dem liegen, was man aufgrund ihrer hohen Intelligenz erwarten würde.

Wie kann man gut und hilfreich mit dieser Situation umgehen? Ich beschreibe hier sechs Punkte, an denen Ihr ansetzen könnt. In meiner Beratungspraxis hat sich folgende Reihenfolge für viele Familie als zielführend erwiesen:

1. Stärkung des Familienlebens durch gelingende Kommunikation

Die Familie ist der Ort, für den Ihr verantwortlich seid. In der Familie habt Ihr die größten Einflussmöglichkeiten. Deshalb mein Tipp: startet hier!

Macht es Euch gemütlich: als Familie mit Euren Kindern, mit Eurem Partner und auch durchaus mal allein. Als Anregung könnt Ihr von mir kostenlos den Impuls „Nichts geht mehr: oder Zeit für Tiefkühlpizza“ bestellen.

Wichtig für ein positives Familienleben ist auch eine gelingende Kommunikation. Wie Ihr hilfreich reagieren könnt, wenn Euer Kind ein Problem hat, erfahrt Ihr hier.

2. Treffen mit Gleichgesinnten (als Familie, als Eltern, nur die Jugendlichen)

Es tut gut, sich mit Gleichgesinnten auszutauschen. Das fängt bei dem Gefühl an, dass es anderen Menschen genauso ergeht, dass sie ähnliche Gefühle und Probleme haben und den Eindruck des „Andersseins“ kennen. Wie vielen Eltern, Familien und Jugendlichen hat es schon geholfen, mal das Gefühl zu haben, „passend zu sein“, Menschen zu treffen, die ähnlich wie sie selbst ticken!

Deutschlandweit bieten die verschiedenen Regionalvereine der Deutschen Gesellschaft für das hochbegabte Kind e.V. und Mensa in Deutschland e.V. Treffen für Hochbegabte an. Ebenso gibt es lokale Hochbegabtenvereinigungen und -gruppen (Suche z.B. im Begabungslotsen).

3. Außerschulische Begabungsförderung in Familie und Freizeit

Bei der außerschulischen Begabungsförderung habt Ihr eine deutlich größere Einflussmöglichkeit als bei der schulischen Begabungsförderung.

In diesem Zusammenhang sind mir einige Hinweise sehr wichtig:

  • Möglicherweise interessieren sich Eure Kinder nicht (sonderlich) für die Bereiche, für die sie eine besondere Begabung haben.
  • Auch hochbegabte Jugendliche wollen manchmal einfach nur ausruhen und chillen.
  • In der Beratung hatte ich schon öfter den Fall von verzweifelten Müttern und Vätern hochbegabter Kinder und Jugendlicher, die die Situation ihres Nachwuchses nur sehr schlecht ertrugen. Im Gespräch zeigte sich dann in vielen Fällen, dass die Eltern selbst als Kinder und Jugendliche nicht mit ihrer Hochbegabung wahrgenommen wurden und sich für sich selbst eine viel stärkere Förderung ihrer Begabungen gewünscht hätten. Für ihre eigenen Kinder hatten sie sich fest vorgenommen, alles in ihrer Macht Stehende zur Begabungsförderung zu tun. Und dann stellte sich heraus, dass ihr Nachwuchs ganz andere Wünsche, Interessen und Bedürfnisse hatte als sie als gut meinende Eltern! (Dieses Phänomen kenne ich übrigens auch von mir persönlich 😊).

Wer gerne weitere Tipps und Anregungen zu den verschiedenen Bereichen der Begabungsförderung in Freizeit, Hobby und Familie hat, fordert sie unverbindlich hier an.

4. Schulische Begabungsförderung

Sich auf die Suche nach individuell passenden Möglichkeiten der schulischen Begabungsförderung zu machen, bietet sich insbesondere an den Übergängen und Schnittstellen an, die sowieso vom (Schul-)System vorgegeben sind:

  • der Schulwechsel zur weiterführenden Schule nach der 4. Grundschulklasse (in Berlin und Brandenburg nach der sechsjährigen Grundschule).
  • die Fortsetzung der (Schul-)Ausbildung nach der 9. oder 10. Klasse (selbst für Gymnasiasten mit dem Abschlussziel Abitur gibt es verschiedene Möglichkeiten).

Auch im schulischen Kontext gilt:

  • Möglicherweise interessieren sich Eure Kinder nicht (sonderlich) für die Bereiche, für die sie eine besondere Begabung haben.
  • Auch hochbegabte Jugendliche wollen nicht alle (immer) Spitzenleistungen erbringen (selbst wenn sie es könnten).
  • Wahrscheinlich gibt es die „ideale“ Schule für Euer hochbegabtes Kind nicht.
  • Wenn Ihr für Euch als Eltern gerne das Abitur erreicht hättet und gerne ein Studium absolviert hättet, muss das für Euer Kind trotzdem nicht unbedingt das Richtige sein!

5. Übernahme von Eigenverantwortung durch die Jugendlichen

Das Ziel von Euch als Eltern bei der Erziehung und Begleitung Eurer Kinder durch Kindheit und Jugend ist ja, dass sie zu selbständigen und reifen Erwachsenen werden und die Verantwortung für ihr Leben selber sinnvoll übernehmen.

Diese Verantwortungsübernahme muss regelmäßig in den Bereichen trainiert werden, in denen die Jugendlichen dazu schon fähig sind. Gerade wenn es um das Thema Interessenausübung und Begabungsförderung in Schule, Freizeit und Familie geht, ist es sehr sinnvoll, die Jugendlichen sukzessive mitentscheiden zu lassen.

Besonders für Jugendliche, die sich im Underachievement befinden (also als Minderleister geringere Leistungen erbringen, als ihrer Intelligenz nach zu erwarten wäre) hat sich eine Beschäftigung mit der eigenen Zukunft, mit den eigenen Wünschen, Träumen und zukünftigen Perspektiven bewährt. Dazu biete ich ab Klasse 8 eine Berufs- und Zukunftsorientierung an, die sich speziell an begabte Jugendliche wendet.

6. Befriedigung Eurer eigenen Bedürfnisse und Eurer eigenen Interessen und Begabungen als Eltern

Im Laufe der Jahre werden unsere Kinder immer reifer und damit auch unabhängiger von uns. Einerseits ist das natürlich schön (und als sie kleiner waren, haben wir uns genau das auch oft gewünscht). Andererseits hinterlässt es auch eine gewisse Leere. Dies ist genau der richtige Zeitpunkt, dass Ihr Euch wieder vermehrt um Euch, Eure Bedürfnisse, Interessen und Ideen kümmert.

Hierfür gibt es gute Gründe:

  • Wenn es Euch gut geht, könnt Ihr Euch auch besser um andere kümmern. Gerade im Chaos rund um Pubertät und Hochbegabung braucht man starke Nerven!
  • Wenn Ihr Euch gut um Euch kümmert, könnt Ihr die Entscheidungen Eurer Kinder besser mittragen. Ihr schafft es so eher, ihnen Verantwortung zu übertragen für Bereiche, für die sie schon Verantwortung übernehmen können.
  • Und gerade unter dem Aspekt der Begabungsförderung ist Euer positives Beispiel ganz wichtig: wenn Ihr Euren Interessen, Neigungen und Begabungen nachgeht und dafür einiges tut und auf Euch nehmt, ist das das beste Mittel (nämlich die Vorbildwirkung) für Eure Kids!

Lasst Euch versichert sein, es gibt Wege raus aus dem Chaos und raus aus dem Underachievement: genau wie hier beschrieben, haben wir den Weg als Familie auch mit unseren hochbegabten Kindern gefunden.

Lasst es Euch gut gehen!

Eure Kerstin


Pause nach der Schule: Möglichkeiten, Kosten und Bewerbungen für ein Überbrückungsjahr im In- und Ausland

Referentin: Kerstin Brausewetter, Veranstalter: Verein zur Förderung der Bildung in der digitalen Welt e.V.


 Video: Ein Übergangsjahr nach der Schule

Übergangsjahr nach der Schule
Pause nach der Schule: Möglichkeiten, Kosten und Bewerbungen für ein Überbrückungsjahr im In- und Ausland
E-Book_Übergangsjahr.pdf (706.72KB)
Übergangsjahr nach der Schule
Pause nach der Schule: Möglichkeiten, Kosten und Bewerbungen für ein Überbrückungsjahr im In- und Ausland
E-Book_Übergangsjahr.pdf (706.72KB)

 

Berufswege für Hochbegabte jenseits von Abitur und Studium (besonders auch für begabte Underachiever)

Welche spannenden und herausfordernden Berufswege gibt es auch ohne Abitur und Studium? Wie kann ich z.B. als Schüler, der nicht so besonders viel Erfolg auf dem Gymnasium hat, meinen Bildungsweg nach der Sekundarstufe I praktisch und theoretisch lernend fortsetzen? Welche Möglichkeiten habe ich, wenn ich endlich mal anders lernen möchte? Welche Anschlussmöglichkeiten gibt es, falls ich doch noch irgendwann studieren möchte?

Ich stelle verschiedene Schularten im beruflichen Schulwesen vor, die allesamt eine Form der Studienberechtigung vergeben. Außerdem gehe ich auf die vielfältigen Möglichkeiten der Berufsausbildungen in Betrieb, Berufsschule und Behörde ein.

Video: Berufswege für Hochbegabte jenseits von Abi und Studium

Berufswege für begabte Underachiever
Berufswege für hochbegabte Underachiever Berufswege für Hochbegabte jenseits von Abi und Studium - auch für begabte Underachiever- Ein Arbeitsbuch für junge Menschen
E-Book Berufswege für hochbegabte Underachiever.pdf (802.81KB)
Berufswege für begabte Underachiever
Berufswege für hochbegabte Underachiever Berufswege für Hochbegabte jenseits von Abi und Studium - auch für begabte Underachiever- Ein Arbeitsbuch für junge Menschen
E-Book Berufswege für hochbegabte Underachiever.pdf (802.81KB)


Berufswege für Hochbegabte

Welche spannenden und herausfordernden Berufswege gibt für begabte junge Menschen? Welche spannenden Möglichkeiten habe ich nach der Schule? Welche Anschlussmöglichkeiten gibt es? Ich stelle verschiedene Angebote vor, die besonders für begabte junge Menschen interessant sind, weil sie herausfordernd und zum Teil mit Zusatzanforderungen einhergehen.


Video: Berufswege für Hochbegabte jenseits von Abi und Studium

Berufswege für hochbegabte junge Menschen
Meine (berufliche) Zukunft Ein Arbeitsbuch für junge Menschen
E-Book Jugendliche.pdf (698.34KB)
Berufswege für hochbegabte junge Menschen
Meine (berufliche) Zukunft Ein Arbeitsbuch für junge Menschen
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16. September 2018

Wie komme ich als begabter Jugendlicher an ein Stipendium?

Begabtenförderung kostet oft (viel) Geld! Das bringt Eltern oft an ihre (finanziellen) Grenzen. Daher ist es gut zu wissen, dass es Stipendien bereits für begabte Schüler gibt!

Hier folgt eine Übersicht über weitere Informationsquellen für Stipendien für Schüler:

  1. zur Stipendiensuche: https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/talent-abc/stipendium/stipendiensuche?sourceabc=10393
  2. über finanzielle Förderangebote: https://www.bildung-und-begabung.de/begabungslotse/datenbank/finanzielle-foerderung
  • Das Reemtsma Begabtenförderungswerk unterstützt begabte Schüler und Studenten, deren Familien ein Studium nicht oder nur teilweise unterstützen können, durch ein Stipendium.
    Bewerben können sich Schüler der Oberstufe (11. und 12. Klasse, auch Juniorstudenten) und Studenten einer deutschen Fachhochschule oder Universität (ab dem 1. Fachsemester, alle Fachrichtungen). https://reemtsma-stipendium.de/
  • Die KURT-ALTEN-STIFTUNG fördert begabte junge Niedersachsen im Alter von 12 bis 30 Jahren. Nähere Infos und Bewerbung unter https://kurt-alten-stiftung.de/elite-foerderung/bewerbung-antrag/

Falls Sie noch weitere Stipendien kennen, die sich an begabte Jugendliche und junge Menschen (auch im künstlerischen, sportlichen oder musischen Bereich) wenden, schicken Sie mir bitte eine Mail mit den Informationen: gerne nehme ich Ihre Hinweise hier in diese Übersicht auf!

Studenten im künstlerischen Bereich:

Angehende Studentinnen im MINT-Bereich:

Mein Video zum Thema "Wie komme ich als begabter Jugendlicher an ein Stipendium?" mit vielen Hintergrundinformationen und meinen persönlichen Tipps und Erfahrungen!

5. Juli 2018

Das Zeugnis feiern, auch wenn es "schlecht" ausgefallen ist? Ja!!!

Jetzt ist die Zeit der Sommerferien. Und vorher gibt es noch Zeugnisse: für manche ein Schrecken, für andere ein Anlass zum Jubeln. Aber egal, wie das Zeugnis ausgefallen ist, hier meine Tipps zum Umgang damit:

1. Feiern!

Wie: 

Das könnt Ihr nach dem Geschmack und Budget Eurer Familie aussuchen. Es kann z.B. ein spannender (Fahrrad-)Ausflug, ein Schwimmbad- oder Kinobesuch sein. Bei uns hat sich Essengehen zum Zeugnis etabliert. Als wir noch zwei Schüler in der Familie hatten (der Älteste ist jetzt Student), hat der eine zum Halbjahr und der andere zum Schuljahresende entschieden, wohin es gehen sollte (und es wurde darauf geachtet, dass für jedes Familienmitglied etwas Leckeres dabei war).

Warum:

Wenn das Zeugnis "gut" ausgefallen ist, erübrigt sich die Erklärung. Aber auch bei einem "schlechten" Zeugnis haben Kind (und Eltern) das Schuljahr hinter sich gebracht. Sie haben aus meiner Sicht damit etwas "geleistet". Sie hoffen wahrscheinlich auf ein "erfolgreicheres" und "entspannteres" neues Schuljahr. Wenn man selbst entspannt, ruhig und erholt an die Dinge herangeht, wird es meist auch von außen "entspannter". Und manchmal auch auf der Leistungsebene "erfolgreicher".

Aber egal, wie das Zeugnis ausfiel: aus meiner Sicht ist ein abgeschlossenes Schuljahr ein Grund zum Feiern!.

2. "Erfolge" sammeln!

Wie:

Unsere Kinder sind nicht nur Schüler. Sie haben auch Freizeitbeschäftigungen, Hobbys, Ideen und Interessen. Ich weiß, ich weiß, manche Eltern von Teenagern würde diese Aussage bezogen auf ihren Jugendlichen zu Hause absolut verneinen (und ich weiß, wovon Ihr sprecht). Bei genauem (und liebevollen) Hinschauen findet sich allerdings doch meistens etwas.

Kauft einen schönen Aktenordner (oder Stehsammelordner) und lasst Euer Kind aussuchen. Darin sammelt Ihr zusammen alle "Erfolge" Eures Kindes. Es kann sich um die Zielscheibe beim Luftgewehrschießen handeln, um den Mitschnitt vom Hip-Hop-Auftritt, etc. Was auch immer die "Erfolge" Eures Kindes sind: Lasst Eure Kinder mitentscheiden! 

Warum:

  • Zunächst einmal ganz pragmatische Gründe: bei Bewerbungen (z.B. für ein Schülerpraktikum) interessieren sich Unternehmen immer mehr auch für die außerschulischen Aktivitäten und Interessen der Bewerber. Da ist es gut, wenn man diese belegen kann (und hier kommen dann die gesammelten "Erfolge" zum Einsatz).
  • Wahrscheinlich noch wichtiger im Eltern-Kind-Verhältnis ist der positive Blick der Eltern auf die "Erfolge" des Nachwuchses. Und dann fühlt es sich für die Kids selber gut an, dass sie etwas "gut" können, dass sie "Erfolge" haben und diese dokumentiert sind. Bei uns in der Familie haben wir die Sommerferien nach der 8. Klasse genutzt, um zusammen den Lebenslauf zu erstellen (der wichtig war für die dann folgende Bewerbung für das Sozialpraktikum in der 9. Klasse). Bei der Erstellung kamen auch die gesammelten "Erfolge" zum Einsatz. Und der fertige Lebenslauf war dann sehr förderlich für das jugendliche Selbstwertgefühl (und den mütterlichen Stolz)!

Ich wünsche Euch ein schönes "Zeugnisfest"!

Eure Kerstin


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